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Vortrag „Das Lernen lernen“ an unserer Schule

 

Von Hämorrhoiden über Riesenkraken zu den verschiedenen Lerntypen der Kinder

 

„Logisch-abstrakt“, „sicherheitsliebend“, „emotional“ oder doch eher „kreativ-chaotisch“?

Diese Frage zum eigenen Lerntyp stellte sich wohl jeder Teilnehmer einmal kurz am vergangenen Montag bei dem sehr informativen und unterhaltsamen Vortrag „Das Lernen lernen“ in der Mensa der Gebrüder-Grimm-Schule Rheinbreitbach.

Der Schulelternbeirat hatte alle Eltern der Klassen 1-4, sowie alle Eltern der kommenden Erstklässler dazu eingeladen, nachdem er sich bereits im vergangenen Jahr schon einen der sehr begehrten Termine beim Verein LVB Lernen e.V. gesichert hatte.

Der gemeinnützige Verein aus Berlin, der sich der Förderung der Bildung verschrieben hat und sich deutschlandweit für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzt, schickte seinen Referenten Steffen Steitz an die Gebrüder-Grimm-Schule.

Ihm gelang es auf eine sehr erfrischende und unterhaltsame Art das Thema „Lernen“ unter vielen Aspekten zu betrachten und gab den Eltern viele wertvolle Techniken und Methoden mit auf den Weg, ihr Kind noch besser zu motivieren, mit ihm besser zu kommunizieren und den Spaß am Lernen (wieder) zu entdecken.

Der „rote Faden“ des Vortrags führte die aufmerksamen Teilnehmer von verschiedenen Rechtschreibregeln und dem Schreiben schwieriger Wörter, beispielsweise dem Wort „Hämorrhoiden“ hin zu der humorvollen Betrachtung der Aufsatzgestaltung der verschiedenen Lerntypen, bei dem hin und wieder das Auftauchen einer Fantasiefigur z. B. einer Riesenkrake charakteristische Züge habe. In Gedanken an den letzten Aufsatz des eigenen Kindes sorgte dies bei dem Ein oder Anderen für ein großes Schmunzeln und Lächeln auf den Lippen.

 

Alles in allem war es ein gewinnbringender und kurzweiliger Abend mit vielen wertvollen Tipps für Eltern und Lehrer und wird bestimmt auch nicht der letzte dieser Sorte sein.

 

Auszug aus dem Schulgesetz für Rheinland-Pfalz über die Aufgaben und Pflichten des Schulelternbeirates (Quelle: Bildungsserver RLP)

§ 40
Schulelternbeirat

(1) Der Schulelternbeirat hat die Aufgabe die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule zu fördern und mitzugestalten. Der Schulelternbeirat soll die Schule beraten, sie unterstützen, ihr Anregungen geben und Vorschläge unterbreiten.

(2) Der Schulelternbeirat vertritt die Eltern gegenüber der Schule, der Schulverwaltung und gegenüber der Öffentlichkeit. Er nimmt die Mitwirkungsrechte der Eltern wahr.

(3) Die Schulleiterin oder der Schulleiter unterrichtet den Schulelternbeirat über alle Angelegenheiten, die für das Schulleben von wesentlicher Bedeutung sind.

(4) Der Schulelternbeirat ist anzuhören bei allen für die Schule wesentlichen Maßnahmen, insbesondere bei

    Veränderungen des Schulgebäudes, der schulischen Anlagen und Einrichtungen,
    der Einführung neuer Lern- und Arbeitsmittel, soweit nicht der Schulbuchausschuss zuständig ist,
    Anträgen an den Schulträger mit Bezug auf den Haushaltsplan der Schule,
    der Einrichtung von freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen (z. B. Arbeitsgemeinschaften),
    Fragen im Zusammenhang mit Regelungen der Beförderung der Schülerinnen und Schüler,
    Regelungen zur Ausstattung der Schulbibliothek und der Schülerbücherei,
    der Festlegung der beweglichen Ferientage.

(5) Des Benehmens mit dem Schulelternbeirat bedürfen

    die Maßnahmen für Schulentwicklung und Qualitätssicherung,
    die Erweiterung, Einschränkung oder Aufhebung der Schule,
    die Einbeziehung der Schule in einen Schulversuch,
    die Verleihung einer Bezeichnung oder Änderung der Bezeichnung der Schule,
    die Organisation von Unterricht und außerunterrichtlicher Betreuung in der Ganztagsschule,
    die Aufstellung von Grundsätzen der Schule für die Durchführung außerunterrichtlicher schulischer Veranstaltungen,
    die Aufstellung von Grundsätzen der Schule für die außerschulische Benutzung der Schulgebäude und Schulanlagen,
    die Aufstellung von Grundsätzen der Schule für den Unterrichtsausfall bei besonderen klimatischen Bedingungen,
    die Aufstellung der Hausordnung.

(6) Der Zustimmung des Schulelternbeirats bedürfen folgende Maßnahmen der Schule:

    Abweichungen von der Stundentafel, soweit sie in das Ermessen der einzelnen Schule gestellt sind, um fachliche oder pädagogische Schwerpunkte zu setzen,
    Aufstellung von Grundsätzen eines besonderen unterrichtlichen Angebots,
    Aufstellung von Grundsätzen über den Umfang und die Verteilung von Hausaufgaben,
    Regelungen für die Teilnahme von Eltern am Unterricht des eigenen Kindes,
    Aufstellung von Grundsätzen für die Durchführung von Schulfahrten,
    Einführung und Beendigung der Fünftagewoche und wesentliche Änderungen der Unterrichtszeit, soweit sie der einzelnen Schule überlassen sind,
    Abschluss von Schulpartnerschaften und Aufstellung von Grundsätzen für den Austausch von Schülerinnen und Schülern,
    grundsätzliche Fragen der Berufsberatung, der Gesundheitspflege, der Ernährung und des Jugendschutzes in der Schule.

Wird ein Einvernehmen nicht erreicht, so kann die Schulleiterin oder der Schulleiter oder der Schulelternbeirat die Entscheidung des Schulausschusses herbeiführen. Die Rechte der Schulaufsicht bleiben unberührt.


§ 41
Errichtung des Schulelternbeirats

(1) Schulelternbeiräte werden an allen Schulen gebildet, soweit sie nicht ausschließlich von volljährigen Schülerinnen und Schülern besucht werden. An Schulen, die überwiegend von volljährigen Schülerinnen und Schülern besucht werden, kann von der Bildung eines Schulelternbeirats abgesehen werden. Bei einklassigen Schulen nimmt die Klassenelternversammlung die Aufgaben des Schulelternbeirats wahr. Für organisatorisch verbundene Schulen soll ein gemeinsamer Schulelternbeirat gebildet werden.

(2) Dem Schulelternbeirat gehören mindestens drei und höchstens 20 Mitglieder an. Die Mitglieder werden aus der Mitte der Eltern in einer Wahlversammlung gewählt. Um die gesellschaftliche Verantwortung für Erziehung und Bildung den Sorgeberechtigten gleichmäßig zuzuordnen, bemüht sich die Schule um eine repräsentative Vertretung von Frauen und Männern im Schulelternbeirat.

(3) Der Schulelternbeirat wird auf die Dauer von zwei Schuljahren gewählt. Er ist über die Dauer seiner Wahlzeit hinaus bis zur Wahl eines neuen Schulelternbeirats tätig.

Weiterführende Informationen: Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz (LEB)